Sonderpädagogisches Bildungszentrum Breisach Niederrimsingen I Planung

Ein neuer Lernort am Tuniberg

Die Gemeinde Niederrimsingen bekommt eine neue Schule. Der Neubau des zukünftigen SBBZs besteht aus mehreren, sich versetzt aneinanderreihenden Satteldachhäusern. Vor- und Rücksprünge und die charakteristische Dachform lassen die einzelnen Häuser klar ablesbar werden und verbinden den neuen Lernort mit seiner Umgebung. So fügt sich die Schule harmonisch in die kleinteilige Bebauung Niederrimsingens ein. 

Lage

Breisach Niederrimsingen

Bauherr

Landkreis Breigau-Hochschwarzwald

Auftrag

LPH 1-9

Entwurf und Projektbearbeitung

bureau VOGELSANG und Frank Heinz + Partner mbB

Landschaftsarchitektur

freisign

Visualisierungen

LINK3D

Lernort im Grünen
Funktionen
Tragsystem

HERZ der SCHULE – FOYER, PAUSENHALLE, Bewegungsraum

Ein großzügiges Foyer mit Sitztreppe, dass die Schüler*innen beim Ankommen empfängt, bildet das Herzstück der neuen Schule. Es verbindet alle Lern- und Aufenthaltsbereiche miteinander und kann beiVeranstaltungen der Schulgemeinschaft mit dem Bewegungsraum zusammengeschaltet werden. Dann wird die Sitztreppe zur Tribüne.

Westlich schließen sich Speiseraum, Verteilküche und andere Funktionsräume an; auf der gegenüberliegenden Seite die Lehrer*innen- und Verwaltungsräume. Im östlichen Gebäudeteil gruppieren sich die Fachräume um einen gemeinsamen Lern- und Aufenthaltsbereich – den „Marktplatz“.

Im Obergeschoss gruppieren sich sechs Klassen der Grundstufe und acht Klassen der Hauptstufe, mit jeweils 2 Klassenräumen, Differenzierungsraum und Eingangsnische zu individuell gestaltbaren, überschaubaren Bereichen. Marktplätze mit vorgelagerten Loggien dienen den Schüler*innen als zusätzliche klassen-übergreifende Lern- und Aufenthaltszonen. So entsteht ein abwechslungsreiches und identitätsstiftendes Erschließungssystem mit Nischen, Gassen und Plätzen. In der Gebäudemitte liegen Mehrzweck- und Therapieräume. 

Ein Schulhof als Landschaft

Die Freianlagen verstehen sich als integraler Bestandteil des pädagogischen Konzepts und unterstützen ein ortsverbundenes, kindgerechtes und naturnahes Lernen, Spielen und Ankommen – der Schulhof als Landschaft und lebendiger Lebensraum.

Ein umlaufender grüner Gürtel bildet einen geschützten Rahmen für das Schulgelände. Er schafftRückzugsräume und Aufenthaltsbereiche und trägt zugleich zur räumlichen Fassung des Schulhofs bei. Spielinseln, bewegungs-anregende Elemente und kleine Entdeckungspfade fördern Aktivität, motorische Entwicklung und den Ausgleich zum Lernen im Gebäude. 

Das „Grüne Klassenzimmer“ steht allen Schüler*innen offen. Hier kann Lernen im Freien stattfinden und macht Naturbezug im Schulalltag direkt erlebbar machen.